Welcome to Fabulous Las Vegas!

Mittlerweile bin ich wieder von einem total überragenden Wochenende zurück und zehre noch von den Erlebnissen beim Bilder sortieren, bearbeiten und Texte schreiben. Das verlängerte Wochenende von Freitag bis diesen Montag war einfach unvergesslich und etwas ganz anderes, als ich sonst jemals irgendwo gesehen habe. Diese Stadt ist einfach so krank – die sollte man unbedingt einmal gesehen und erlebt haben! Ging leider alles viel zu schnell rum.

Wie bereits erwähnt ging die Reise am Freitag kurz nach dem Mittag los. Auf dem Highway 15 ging es an Los Angeles vorbei durch die Wüste und Gebirge nach Las Vegas. Schon aus gut 15 Meilen Entfernung kann man die Lichter der Stadt im Nirgendwo erkennen. Besonders die Lichter vom Hotel und Casino Luxor kann man weit sehen. (Das Luxor ist die Pyramide mit einem großen Skybeamer in den Himmel) Durch etwas Stau und viel Verkehr nach Las Vegas haben wir die Stadt und das Hotel erst gegen halb zehn erreicht. D.h. es war schon dunkel und volle Action im Gange.

Die drei Nächte in Las Vegas haben wir drei (Christoph, Tobias und meine Wenigkeit) im Mandarin Oriental verbracht. Das ist ein sechs Sterne Hotel das gerade einmal etwas mehr als ein Jahr alt ist und ausnahmsweise Mal kein Casino hat. Zum Empfang im Hotel wurden uns die Türen vom Auto geöffnet und unser Gepäck verladen – selbst tragen musste man also nur auf Wunsch. Die Rezeption befand sich im 23. Stockwerk, also musste man erst einmal nach oben fahren und die Zugangskarten für das Zimmer abholen. Im Hotelzimmer angekommen gab es erst einmal zehn Minuten das große Staunen! In diesem Zimmer gab es einfach nichts das gefehlt hat. Angefangen vom Salz für die Badewanne bis zur persönlichen Begrüßung auf dem großen Fernseher. Das Zimmer hatte zwar nur ein Queen-Size Bett, aber ein Zusatzbett konnten wir gegen einen kleinen Betrag separat bekommen. Eine Nacht in diesem Zimmer kostet regulär 400 Dollar die Nacht – durch ein Angebot hatten wir die drei Nächte für den gleichen Preis. Kavier aufs Zimmer kostet 600 Dollar und eine Champagner gute 250 Dollar – das war uns dann doch etwas zu teuer 🙂

Die Tage darauf haben wir Las Vegas tagsüber wie nachts erkundet und sämtliche Shows die kostenlos waren angeschaut. Darunter die Wassershow am Bellagio und das kleine Piraten-Musical ‚Sirens of Treasure Island‘ am Hotel und Casino mit demselben Namen. Die Ausmaße dieser Hotel und Casino-Anlagen sind einfach so groß, dass man sich darin schon einmal verirren kann. Die schlechte Beschilderung in den Casinos wird vermutlich absichtlich so gemacht – man soll ja viel Geld da lassen. Egal was man sich anschauen möchte – man muss erst einmal durch die Gambling-Spielhallen durch! Apropos Gamling: Ich habe 10 Dollar am einarmigen Banditen, über diverse Casinos verteilt, verzockt. Einen Cashout-Voucher mit 20 Cent habe ich mir als Andenken aufgehoben. Christoph hat sich an Texas Hold’em Poker probiert und 50 Dollar gesetzt. Sein Rekord waren 75 Dollar – am Ende hat er dann mit 40 Dollar in der Tasche den Spieltisch verlassen.

Neben den ganzen Casinos haben wir auch diverse andere Attraktionen genutzt. Darunter sind wir die Achterbahn im New York New York gefahren und haben am letzten Abend einen Stripclub im alten Las Vegas in Downtown besucht. Da haben wir dann auch das teuerste von all den vielen Bieren getrunken. Stolze 10 Dollar für eine Flasche Corona. Der Versuch in einen Nachtclub zu kommen ging leider nach hinten los – der Türsteher hat uns mangels Damen an unserer Seite schnell wieder verscheucht – dabei haben wir uns so toll rausgeputzt! Nichts desto trotz waren die Tage (und Nächte) immer sehr lang – vor 5 oder 6 Uhr in der Früh waren wir nie im Bett. Dank den extremen Temperaturen war es meistens zu warm, aber dafür gibt es ja auch überall Klimaanlagen! Wenn es nicht dunkel gewesen wäre, hätte man nicht einmal bemerkt dass schon Nacht ist.

Einen Abend haben wir auch dazu genutzt mit dem Bus ‚Gold-Line‘ zum Stratosphere-Tower zu fahren um Las Vegas einmal von oben zu betrachten. Der Ausblick auf den 1,7 Meilen langen Strip war einfach unglaublich. Noch besser war dieser allerdings auf dem oben auf dem Turm aufgestellten Freefall-Tower den wir natürlich ausprobiert haben. Man wird dort mit einem starken Schub nach oben beschleunigt – einmal oben am Wendepunkt angekommen ist man 260 Meter über dem Boden und hebt in seinem Sitz vollständig ab! Das ist ein so tolles Gefühl im freien Fall wenn einem auch noch der Strip zu Füßen liegt. Wer schwindelfrei ist sollte das unbedingt auch mal machen 🙂

Eigentlich hatten wir ja noch vor einen Rundflug zum Hoover-Staudamm und durch den Grand Canyon zu buchen, aber das war uns dann doch vieeel zu teuer. Das Alternativprogramm war dagegen nicht weniger interessant – also sind wir in Las Vegas zu einem Waffenladen gefahren, bei dem man einmal selbst abdrücken kann. Für 50 Dollar darf man hier zwei Munitionsclips mit einer MG, einem Gewehr, einer Schrotflinte oder einer Pistole leer ballern. Diese Gaudi haben haben wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen und mit einer M16 bzw. einer M4 Bin Laden auf Papier abgeknallt. Man merkt halt wenn man am Computer regelmäßig ballert – bei 50 Schüssen haben nur vier nicht getroffen; der Rest ging ins Schwarze! Die Videos dazu werde ich noch online stellen…

Nach dem Besuch im Gun-Shop stand noch eine 30 Minuten lange Fahrt zum Hoover-Staudamm an. Dort angekommen habe ich dann auch meinen persönlichen Temperaturrekord erlebt: umgerechnet 42 Grad Celcius im Schatten! Dementsprechend kurz fiel dann auch der Rundgang auf dem Staudamm aus, da man dort einfach nur verbrutzelt. Glücklicherweise wurde die auf den Bildern sichtbare Brücke noch nicht eröffnet – wäre das der Fall gewesen hätte man nicht mehr über den Damm fahren können um diesen anzuschauen. Die Amerikaner haben zu viel Angst wegen Anschlägen auf den Damm. Kann man aber auch verstehen – es wäre eine riesige Katastrophe würde der Damm brechen!

Auf dem Heimweg sind wir nicht gleich zurück zum Highway gefahren, sondern haben noch die Gelegenheit genutzt die Schönheit der Landschaft zu bestaunen. Der Sonnenuntergang in der Wüste bei unglaublich langen und geraden Strassen durch das Nirgendwo war grandios. Da kann man 15 Minuten fahren und es kommt kein Auto entgegen oder folgt einem – faszinierend aber auch unheimlich. Hier die Route in voller Länge.

Eigentlich könnte ich hier noch einige Absätze mehr schreiben, aber alles darf man ja auch nicht verraten und für Deutschland muss ich mir ja auch noch etwas zum Erzählen aufheben 🙂 PS: der ganze Spaß hat ca. 600 Dollar gekostet und wir haben drei Bundesstaaten bereist (Californie, Nevada, Arizona)

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4 Kommentare zu Welcome to Fabulous Las Vegas!

  1. Andreas sagt:

    Hi Sven,

    echt gute Bilder die du da gemacht hast. Ist ja unglaublich was es dort so alles gibt, naja USA eben.
    Zu deinem seltenen gelben Auto: Das hat auf jeden Fall schon eine weite Reise hintersich. Der Ursprung des Autos liegt nämlich in Heilbronn 🙂
    Ich hoffe du bringst auch in Zukunft solche Berichte, macht echt Spaß zum lesen

    Mfg

    Andy

  2. Jenny sagt:

    WOW!! Mehr kann ich im Moment dazu noch nicht sagen..
    VEGAS.. Safari-Tour, Kaktusbesteigung, krass-grelle-Drinks… 😀
    Aber ich muss ebenfalls sagen, weiter so! Der Bericht ist sehr spannend!!

    Grüße aus dem im Gegensatz dazu sehr langweiligen Glabbich

  3. Camille Marbach sagt:

    echt toller Bericht und noch viel bessere Bilder!

  4. Jens sagt:

    ich bin richtig neidisch, nicht zu vergleichen mit sachsenheim 🙂

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