Am letzten Wochenende hatte ich mich nochmals dem Sorgenkind Nummer eins angenommen: dem Auto. So habe ich mein Auto nun nach Hause abschleppen lassen, bevor es die Polizei tut. Denn an einer Stelle länger als drei Tage zu parken ist hier nicht gestattet. Darüber hinaus würde es mich einiges mehr kosten, wenn die Polizei das Auto abschleppen lassen würde. So habe ich zwar nun 92 Dollar für nichts ausgegeben, aber dafür habe ich Zeit beim Autoverkauf gewonnen. Denn leider, leider interessiert sich absolut niemand für das kaputte Auto. Wird wohl doch darauf hinaus laufen, dass ich es für ca. 300 Dollar verschrotten lasse. Dann habe ich sage und schreibe 3200 Dollar in den Sand gesetzt!
Das ’neue‘ Auto von meinem Zimmerkollegen macht mir mehr Angst, als dass es nützlich wäre. Es ist ein BMW 325i aus dem Jahre 1987. Im folgenden eine Liste der Dinge, die nicht mehr in Ordnung sind:
- Auto verbraucht Unmengen an Öl, muss man auch ständig kontrollieren
- Der Tacho funktioniert nicht, also muss man schön schätzen wie schnell man fährt (bei Meilen pro Stunde nicht einfach)
- Die Temperaturanzeige für den Motor tut mal und dann mal wieder nicht
- In der Frontscheibe ist ein riesiger Riss
- Wenn es regnet bringt das Stoffdach des Cabrios absolut nichts. Man wird trotzdem von oben nass. Eine Plane über dem Auto ist also Pflicht
- Um das Auto von innen zu öffnen muss man das Fenster herunter lassen und von außen öffnen
- Das Auto lässt sich nicht mehr verschließen
- Der linke Blinker blinkt in Lichtgeschwindigkeit (also extrem schnell)
- Die Anzeige, dass man den Motor kontrollieren soll ist immer an
- sowie die Anzeige für die Kühlflüssigkeit ist auch immer an
- und noch so einige kleine Dinge
Das einzig Tolle an dem Auto ist, dass es mich keinen Cent gekostet hat. Aber das ist kaum ein Wermutstropfen – werde mir wohl doch nochmal eine andere Alternative suchen müssen – habe hier halt auch einfach kein Glück was das Auto betrifft. Vielleicht sollte ich mal ein Spendenkonto einrichten 🙂
Nichts desto trotz habe ich mich am Sonntag dazu durchringen können, in den Stadtteil La Jolla zu fahren. Das ist quasi der Stadtteil, wo die etwas betuchten Leute wohnen, darunter zum Beispiel auch der Chef der Firma für die ich arbeite. Dementsprechend ist dort alles etwas toller hergerichtet und man findet viele teure Boutiquen und Restaurants mit vielen frischen Meeresspezialitäten – und oho, man glaub es kaum: da gibt es sogar Restaurants die keiner riesigen Franchising-Kette angehören!
Zuerst bin ich die kleine Promenade mit den ganzen Restaurants abgelaufen und habe dann noch ein paar Kunstwerke in einem Ateliers angeschaut. Das günstigste und auch für mich ansprechendste Gemälde hat trotzdem 2500 Dollar gekostet, also schnell wieder raus! Da war der Rundgang am Meer doch etwas besser (und kostenlos). Dort konnte man dann sogar auch wilde Seelöwen beobachten, die von Sea World San Diego in den letzten 30 Jahren ausgesetzt worden sind. Da die Tiere an Menschen gewöhnt waren, konnte man sogar bis auf fünf Meter hingehen und die Tiere bestaunen. Nur ein Ranger mit scharfem Blick hat die Neugierigen davon abgehalten noch weiter hinzugehen. Ich habe davon leider keine Bilder, habe für einen Augenblick mal nicht daran gedacht, dass ich meine Kamera dabei hatte.
Nachdem ich dann von diversen Leuten gehört hatte, dass es sich lohnen würde die Höhlen in La Jolla anzuschauen, habe ich das natürlich auch gemacht. In einem kleinen Souvenirladen bezahlt man als Erwachsener vier Dollar und darf dann die lange Treppe nach unten steigen, um dann extrem enttäuscht zu werden. Auf den letzten Bildern weiter unten sieht man, was diese ‚tolle‘ Attraktion dann wirklich ist: Ein Miniatur-Steg mit Ausblick auf das Meer. Nach zwei Minuten ist man davon dann schon so gelangweilt, dass man wieder nach oben gehen möchte. Ich höre noch einmal auf Amerikaner und deren tolle Tipps! Wieder vier Dollar für fast nichts verblasen 🙂
Ein paar andere Höhlen kann man auch vom Meer aus mit einem Kanu oder Kajak besichtigen – sicher hatten die Amerikaner diese gemeint, aber warum sagen die einem dann nicht auch, dass die andere Besichtigung total für die Katz‘ ist? Naja, es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen!






















