Mein Arbeitsplatz, die Firma und was mache ich da eigentlich!?

Ich dachte mir, da ich dieses Thema noch überhaupt nicht angesprochen habe, dass es sich dabei auch um etwas interessantes handelt könnte. Daher will ich hier an dieser Stelle heute ein paar Worte über meine Aufgaben verlieren und was die Firma eigentlich sonst noch alles so macht. Wenn ich an manchen Stellen nicht so konkret werde, dann liegt das daran, dass ich diese Informationen nicht preis geben darf. Schließlich würde es sich dabei um Geschäftsgeheimnisse handeln. Am Ende des Beitrags seht ihr noch das Firmengebäude von außen sowie die Bilder aus meinem Büro. Dieses mal sind die Bilder nicht so toll – wurden nur mit dem Handy gemacht!

Die Firma Verimatrix
Die noch recht junge Verimatrix hat sich auf die sichere Verteilung von Videos spezialisiert (laut Internetseite gibt es die Firma  erst sei dem Jahr 2000). Darunter spielen das normale Fernsehen sowie moderne Content-Delivery-Netzwerke für Video-on-Demand eine sehr große Rolle. Video-on-Demand kennt man in Deutschland zum Beispiel von T-Home der Deutschen Telekom: Auf dem Fernseher kann man via Internet Filme gegen eine kleine Gebühr ausleihen und für einen begrenzten Zeitraum anschauen. Doch stets müssen sich solche Anbieter die folgenden Fragen stellen: Wie verhindert man, dass illegale Kopien von Filmen im Internet landen bzw. wie stellt man sicher, dass auch nur Personen einen Film ansehen können die auch wirklich dafür bezahlt haben? Genau für diese Fragestellungen hat  Verimatrix eine Antwort in Form eines bereits existierenden Produkts.

Zur Sicherung der Übertragung und dem anschließend ‚ungeschützten‘ Film den man dann letztendlich anschaut, benötigt man unterschiedlichste Techniken um die Inhalte entsprechend zu schützen. Dazu bedient man sich bewährten Techniken: die Verschlüsselung auf der Seite der Übertragung und Wasserzeichen auf der anderen Seite. So ist stets sichergestellt, dass ein potentieller Angreifer entweder überhaupt nichts kopieren kann, oder wenn er es schaffen sollte, zügig ermittelt werden kann. Ein Wasserzeichen für Videos ist nicht mit dem Wasserzeichen auf einem Geldschein zu vergleichen – Video-Wasserzeichen kann man mit dem bloßem Auge nicht erkennen. Bettet man nun mit Wasserzeichen diverse Informationen in ein Video ein, ist man in der Lage jeden Kunden eindeutig zu identifizieren. Landet also eine Kopie im Internet lässt sich leicht herausfinden wer dieses Video illegal kopiert hat – anschließend ist der Vorfall dann eine Angelegenheit der Polizei oder von Strafermittlern! Konkreter will ich an dieser Stelle nicht werden – das würde einfach zu kompliziert werden!

Die Firma Verimatrix hat an ihrem Hauptsitz in San Diego ca. 50 Mitarbeiter und über diverse andere Verkaufsniederlassungen über die Welt verteilt noch ca. 20 andere Mitarbeiter. Laut Webseite hat die Firma ihre Produkte bereits über 300 Mal in mehr als 37 Länder verkauft. Damit wurden ungefähr 12 Millionen Geräte mit Software von Verimatrix ausgestattet und schützen damit die Rechte der Filmproduzenten und Filmverlage. Weitere Informationen kann man auch gerne auf der Verimatrix Webseite nachlesen.

Meine Aufgaben
Aktuell arbeite ich an einem Produkt das aktuell noch entwickelt wird und in naher Zukunft dann auch verkauft werden soll. Es handelt sich dabei auch um eine Software die mit Wasserzeichen Informationen in Videos integriert. Versucht man diese Informationen später aus einem illegal kopierten Video auszulesen kann es natürlich passieren, dass durch schlechte Qualität oder andere Einflussfaktoren diverse Informationen unwiederbringlich verloren gehen. Aus diesem Grund werden Informationen mit diversen Methoden so in ein Video eingebettet, dass man diese später wieder herstellen oder korrigieren kann. Genau an solch einem System arbeite ich gerade! Also: Wie kann man verlorene Informationen wiederherstellen oder erkannte Fehler korrigieren? Und vor allem wie sicher ist man sich, ob diese Information auch korrekt ist? Gerade die letzte Frage muss gut beantwortet werden, da nur durch einen sehr kleinen Fehler schon eine falsche Personen für eine illegale Kopie beschuldigt werden würde – das gilt es natürlich zu vermeiden!

Meine aktuelle Arbeit macht gute Fortschritte und über die Ergebnisse war Niels – mein Betreuer – stets erfreut. Ich hoffe das bleibt auch weiterhin so 🙂 Das Thema ist sehr interessant wie ich finde, aber nicht so einfach wie man das glauben mag. Die grauen Hirnzellen muss man schon anstrengen, um auf tolle Lösungen für diese Probleme zu kommen. In Zukunft werde ich mich dann noch damit beschäftigen dürfen, wie man Fehler nochmals besser erkennen und korrigieren kann bzw. wie man Informationen so verändern kann, damit Angreifer noch weniger Chancen haben einen Film ohne Folgen zu kopieren. Es wird also nicht langweilig! Vielleicht kann ich ja später einmal sagen: in diesem System steckt mein geschriebener Programm-Code drin…

Allgemein ist das Arbeitsklima in der Firma sehr angenehm bis super duper gut 🙂 Die Leute sind sehr locker drauf und man kann mit allen sehr einfach ins Gespräch kommen – man muss nur irgendeine Frage stellen oder einen Kommentar von sich lassen. Ins große Gespräch kommt man mit den Kollegen aber eher beim Mittagessen, da meine Abteilung nur aus Niels, dem anderen deutschen Praktikanten und mir besteht. Gerade diese extreme Gelassenheit und Offenheit würde ich mir in deutschen Firmen wünschen! Man ist sofort mit allen im Gespräch und lernt eigentlich nur die Vornamen der Personen. Der Respekt geht dadurch keinesfalls verloren, aber es macht das allgemeine Klima wesentlich angenehmer – genau diesen Unterschied zu Deutschland schätze ich hier und werde den zurück in der Heimat vermissen. Das Mittagessen geht meist bis zu einer Stunde, da man manchmal auch erst 10-15 Minuten wo hin fahren muss. Direkt ums Eck gibt es ein Cafe das auch frische Essen zubereitet – wir waren aber auch schon beim Vietnamesen, Inder oder Griechen. Langweilig wird es dabei nie, denn interessante Themen gibt es immer zum bequatschen. (Vor allem Football und Unterschiede zu Deutschland)

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3 Kommentare zu Mein Arbeitsplatz, die Firma und was mache ich da eigentlich!?

  1. Timo sagt:

    WAAASSS???? Du hast dein eigenes Büro? Wie geil!!

  2. Jenny sagt:

    Wenn das so weiter geht platz ich noch vor Neid!! 🙂
    Bin wirklich froh, dass es dir so gut gefällt und mittlerweile alles so perfekt zu sein scheint..
    Grüße auch von Benjie 😛

  3. Conny sagt:

    Hi Sven,
    schön, dass du dich so super eingelebt hast … du kommst doch hoffentlich wieder zurück ? 😉
    Ich glaube so ziemlich alle, die deine Berichte lesen, beneiden dich jetzt … um Sonne, Meer und Abenteuer … und überhaupt !
    Weiterhin viel Spass und
    gaaaanz liebe Grüße aus unserem „wilden Süden“ ,
    Conny 🙂

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