Model Railroad Museum, Japanese Friendship Garden & Old Town

Model Railroad Museum
Letzten Samstag hatte sich nicht besonderes mit den drei anderen Deutschen ergeben, da einer von den drei zum Flughafen musste, um wieder nach Deutschland zu fliegen. Also habe ich kurzerhand beschlossen nochmals nach Balboa Park im Stadtzentrum zu fahren, um den Besuch im San Diego Railroad Museum nachzuholen. Das Museum wurde 1980 gegründet und beheimatet diverse größere Schauanlagen in den Spurweiten H0, 1 und Z. Da ich nur sehr viele alte Menschen dort gesehen habe, die sich um die Anlagen und Züge gekümmert haben, gehe ich davon aus, dass dieses Museum eher altmodisch betrieben wird. Es gibt zwar eine Art Jugendgruppe, aber diese beschränkt sich auf Kinder ab 9 Jahren und aufwärts – davon zu sehen war an besagtem Tag allerdings niemand.

Ich habe mich zwar mit niemandem dort unterhalten, aber die Technik scheint sowohl als als auch neu zu sein. Das soll soviel heißen wie, dass die Anlagen analog und auch digital gefahren werden. Trotzdem sahen alle Anlagen sehr alt aus und gestalterisch nur halbwegs ansprechend – zumindest was meinen Geschmack betrifft. Dennoch wird gerade ein neuer Anlagenteil gebaut bzw. erweitert. Das kann man auf den Bildern dann auch noch schön erkennen. Züge fuhren allgemein sehr wenig und wenn dann hatten die meisten wegen ihrer Länge und dem Gewicht erhebliche Traktionsprobleme! Die durchdrehenden Räder konnte ich so einige Male durch die Plexiglasscheibe hören. Die meisten Anlagen haben auch reale Vorbilder – die meisten mussten allerdings um einiges eingestampft werden, um überhaupt in einen Raum zu passen. Dazu zählen dann zum Beispiel große Schluchten oder ähnlich große Landschaftsteile.

Das Museum finanziert sich mit den Eintrittsgeldern und einem Souvenirladen am Ausgang. Zusätzlich dazu wird man ganz oft dazu animiert „Mitglied“ zu werden, um mit einem größeren Beitrag das ganze Museum zu unterstützen und dann für ein Jahr kostenlos die Anlagen besuchen zu können. Als besonderer Anreiz wird man dann auch namentlich an einer großen Wand aufgeführt. Die nächste Stufe finde ich eigentlich eine ganz tolle Idee: so kann man sich für 500 Dollar seinen Namen in ein Stück Granit eingravieren lassen. Diese kleine Steinplatte wird dann als Schwelle für ein Gleis verwendet das dann wie eine Art Walk-of-Fame dienen soll (siehe Bilder). Das klingt zwar lustig, hat aber einige Vorteile: Man kann sich namentlich irgendwo verewigen, Firmen mit Spenden Werbung machen und man vollbringt damit auch noch eine gute Tat. Ganz nebenbei hat die ganze Sache auch viel Aufmerksamkeit – wo auch sonst sieht man schon einen Walk-of-Fame gemacht aus Granit das insgesamt aussieht wie ein Gleis durch ein halbes Museum?

Japanese Friendship Garden
Auf dem Rückweg bin ich noch ganz zufällig am Garten der japanischen Freundschaft vorbei gestolpert – diesen hatte ich bei meinem ersten Besuch in Balboa Park wohl übersehen. Ich als Fan von japanischen Gärten habe mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und bin einmal durch den echt super schön angelegten Garten gelaufen. Dort wurde man dann allerdings irgendwann verscheucht, da eine Hochzeitsfeier anstatt und noch Vorbereitungen gemacht werden mussten.

Old Town
Bevor ich es vergesse: Am frühen Nachmittag war ich noch im Stadtteil Old Town. Das ist dort wo San Diego damals gegründet wurde. Der damalige Stadtkern gilt heute als Nationalpark und wurde mühevoll wieder restauriert und her gerichtet. So kann man sich etliche der alten Geschäfte ansehen, von denen manche sogar teilweise noch originalgetreu eingerichtet sind. Trotz der vielen Souvenir-Läden die sich selbstlobend als „Museum“ bezeichnet hatten, war dort ausnahmsweise mal alles kostenlos zum anschauen – ein echtes Wunder! Insgesamt war dieser kleine Abstecher eine echt gute Idee.

Fashion Valley, Friars Road
Den Rest des Tages habe ich dann noch in zwei Fashion Valleys verbracht. Ich habe dort zwar nichts gekauft, habe dafür aber ordentlich gestaunt! So viele Läden auf einem Haufen und dann alles noch im Freien – Quasi Breuningerland nur um ein vielfaches größer und eben nach oben offen zwischen den Geschäften! Für meinen Geschmack gab es allerdings dann doch zu viele Dinge nur für Frauen zum kaufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese sich dort fühlen würden wie im siebten Himmel, aber Männer brauchen ja auch was zum anziehen, oder!? 🙂

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