1, 2, Risiko…

Ja, am Sonntag hatte ich die wohl dümmste Idee seit langem und habe sie auch noch umgesetzt! Als Hintergrundinfo: Der Wetterbericht hat für den Sonntag Temperaturen von um die 35 Grad vorausgesagt und ich hatte vor einen kleinen Road-Trip mit meinem 15 Jahre alten Auto zu unternehmen! In meinem Leichtsinn habe ich das dann ignoriert, ich hatte ja schließlich eine Klimaanlage im Auto. Mit genug Wasser, einigen kleinen Snacks und meiner Kamera im Gepäck habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Die Route sollte zur mexikanischen Grenzstadt Tijuana gehen und von dort aus dann an der Grenze entlang zur Stadt Tecate und von dort aus wieder zurück über den Highway 8 weiter im Norden. Ursprüngliche Route

An der Grenze zu Mexiko angekommen habe ich dann erst einmal ein weiteres Fashion Outlet besucht – vielleicht hätte man hier ja etwas ansprechendes finden können, doch außer dem mir nun größten bekannten Nike-Laden wurde ich dort nicht weiter fündig. Also noch schnell zwei drei Bilder von der Grenze geschossen und weiter ging es auf der ursprünglich geplanten Route. Auf dem Weg zu den Bergen kam ich dann völlig zufällig noch am olympischen Trainings-Zentrum der US Sportler vorbei. Die Frau am Wärter-Häuschen war so freundlich und hat mir Eingang gewährt um ein paar Bilder zu schießen. Sie gab mir sogar noch eine kleine Karte für das gesamte Gelände, doch die fast 1,5 Meilen (2,4 km) lange Straße vorbei an all den verschiedenen Sportdisziplinen war mir bei der Hitze dann doch etwas zu weit. Allein die fünf Minuten für das Besucherzentrum haben mich schon sehr heftig ins schwitzen gebracht.

Auf dem weiteren Weg meiner Route hatte ich dann noch einen fabelhaften Blick auf den Lower Otay Lake, an dem ich dann auch noch vorbei gefahren bin und anschließend zwischen den Bergen hinter mir gelassen habe. Doch genau hier begann eigentlich mein Problem dann schon. Während den 35 Meilen weiter die Berge auf und ab hatte ich die immer weiter ansteigende Temperatur von meinem Kühlwasser im Auto bemerkt. So habe ich nicht umgekehrt, sondern nur einmal eine Pause eingelegt und dann schien das Problem behoben gewesen zu sein – der Motor hatte wieder eine normale Temperatur. Doch weit davon gefehlt fuhr ich gemütlich die Pässe empor bis schlussendlich kurz vor der Stadt Tecate mein Motor überhitzt ist. Das Kühlwasser kochte über und kam direkt aus dem Tank heraus. Natürlich habe ich schön meine Finger davon gelassen und dem Ganzen 30 Minuten zum Abkühlen gegeben! Aber so ganz ohne Klimaanlage habe ich dann sehr stark anfangen müssen zu schwitzen. Natürlich kam das nicht nur von der Hitze, sondern auch durch die Frage wie ich nun bzw. zurück weiter komme. Genau hier bin ich liegen geblieben.

Allerdings hatte ich ja genug Wasser mitgenommen und bis zu dem Zeitpunkt nur wenig getrunken gehabt, also hätte ich auch wieder Kühlwasser auffüllen können. Des Weiteren war die Straße stark befahren – da hätte sicher jemand helfen können! Ich habe dann wegen dem immer noch viel zu heißem Kühlwasser davon abgesehen den Deckel abzuschrauben, um Wasser nachzufüllen. Die Stadt Tecate war nur zwei Meilen weg, also habe ich nach der Pause den Motor angemacht und bin langsam in die Stadt gefahren. Dort angekommen habe ich erst einmal weitere große Mengen Wasser gekauft, um für den Heimwärts-Trip gerüstet zu sein. Ich habe eine Weile überlegt und dann beschlossen den gleichen Weg wieder zurück zu fahren, obwohl dann schon eine Anzeige im Auto aufgeleuchtet hat, dass der Kühlwasser-Stand viel zu niedrig sei. Der Weg nach Hause bestand dann mehr aus Pausen und auf die Temperaturanzeige schauen als sonst irgend etwas. Schon einmal drei Meilen bergauf gefahren und alle paar hundert Meter Zwangspause eingelegt? Genau so ging es mir da!

Am Ende kam ich dann doch gut in San Diego und in meinem Zuhause an. Natürlich habe ich davor bei einem Autoladen noch gleich neues Kühlwasser gekauft – das Auto habe ich dann bis zum nächsten Morgen ruhen und abkühlen lassen. Am Montag morgen vor dem Geschäft habe ich dann den Kühlwasserstand geprüft, um das neue Kühlwasser einzufüllen. Aber was sah ich da? Es war überhaupt kein Kühlwasser mehr drin! Was ein Glück, dass das Auto noch lief und nicht noch einmal überhitzt hatte. Nach dem Nachfüllen und prüfen aller anderen Flüssigkeitsfüllstände habe ich dann den Motor gestartet und mein Cougar hat geschnurrt wie immer. Offensichtlich doch ein zuverlässiges Auto 🙂 Eines hat mich die Geschichte aber dann doch gelehrt: Das nächste mal bei solchen Routen einen Mietwagen verwenden und wenn man solch einen Trip macht dann nicht gerade an einem der wärmsten Tage im Jahr. Ja, denn im Nachhinein hatte sich herausgestellt, dass dieses Wochenende eines der wärmsten im Jahr bisher gewesen war.

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2 Kommentare zu 1, 2, Risiko…

  1. Jenny sagt:

    Year, geniales Sieertreppchen-Bild 🙂 Sehr lässig!!

  2. Jenny sagt:

    …SieGertreppchen.. 🙂

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