Am nächsten Tag hatten wir uns dann den Joshua Tree Nationalpark und den Big Bear Lake vorgenommen. Das zweite Tagesziel wurde dann allerdings nicht besucht, da wir doch etwas mehr Zeit im Joshua Tree Nationalpark verbracht haben, da dieser einfach nur gigantisch schön und beeindruckend war. Nach beiden Zielen war dann sowieso die Heimreise nach San Diego angesagt, aber erst einmal das Eine nach dem Anderen:
Die Fahrt zum Joshua Tree Nationalpark war gerade einmal 30 Minuten lang und verging wie im Flug auf dem Highway. Der Tank vom Auto wurde dann noch schnell aufgefüllt und etwas zum Trinken besorgt, schließlich fährt man ja in eine riesige Wüste. Dort angekommen bot sich uns bereits auf den ersten fünf Meilen zum Besucherzentrum ein tolles Landschaftsbild. Nur zum Verständnis: der Parkeingang ist nur das Schild auf den Bildern und das Besucherzentrum wo man die Parkgebühr von 15 Dollar pro Auto entrichtet liegt erst fünf Meilen später schon mitten im Nationalpark.
Der Parkranger am Besucherzentrum hat uns dann freundlichst ein paar Tips gegeben und auf der kostenlosen Karte gezeigt, wo man die besten Bilder und Dinge sieht. Immerhin ist der Park riesig und hat viel zu bieten, um einen ganzen Tag dort verbringen zu können. Campen könnte man hier auch, doch würde ich das nicht tun: Es war tagsüber schon sehr kalt und windig, da möchte ich nicht wissen wie kalt es nachts wird! Die weiteren 60 Meilen durch den Park waren dann mindestens genauso beeindruckend wie die ersten fünf Meilen selbst:
Obwohl der Joshua Tree Nationalpark so groß ist, hat man eher das Gefühl in einem extra hergerichtetem Attraktionenpark umher zu fahren, denn ca. alle 5 Meilen zeigte sich ein völlig anderes Landschaftsbild, als ob jemand da speziell für Besucher etwas geschmückt hätte. So wurde die Fahrt nie langweilig und hat durch die sehr oft vorhandenen Parkbuchten oft zum Aussteigen und Staunen eingeladen. Ich möchte aber an dieser Stelle etwas mehr die Bilder sprechen lassen, denn so etwas kann man eigentlich nicht in Worte fassen. Wer einmal hier Urlaub macht: Unbedingt anschauen!!!
Den höchsten befahrbaren Punkt im Park haben wir dann auch besichtigt und dort einige dieser Mini-Eichhörnchen gesehen. Neben einigen tollen Ausblicken von dort, haben wir dann auch den San Andreas Graben von oben betrachtet. Zur Erinnerung: der San Andreas Graben trennt die Pazifische Platte von der Nordamerikanischen Platte. Dort konnte man die Verwerfungen wunderbar von oben sehen – ein Schild verriet sogar, dass man in einem Jahr dort am Aussichtspunkt ca. 30 cm höher stehen würde, da sich dort die Erdplatten ja ständig aufeinander schieben. Die ca. halbjährlich stattfindenden Erdbeben in Kalifornien werden dadurch ausgelöst!
Als nächstes Stand eine ca. 6 Kilometer lange Wanderung zu einer alten Goldmine an. Diesen Tip hatten wir vom Parkranger bekommen – dies musste natürlich gleich ausgenutzt werden. Der Weg zog sich dann doch etwas länger und war wegen dem kräftigen und kalten Wind am Ende nicht mehr so angenehm. Dennoch war der kleine Trip sehr interessant, denn wenn der Wind mal still stand, konnte man einfach nichts hören als totenstille: kein Tier, einfach nichts! Sehr komisches Gefühl, aber dennoch interessant und einmal etwas anderes.
Wie bereits erwähnt haben wir dann den Big Bear Lake ausgelassen und sind wieder nach San Diego zurück gefahren. Laut Aussage von manchen Leuten waren dort sogar Schneeketten vorgeschrieben – diese hatte der Mietwagen natürlich nicht dabei. Dies war für uns zwar nicht der Hauptgrund, sondern die schöne liebe Zeit, die einfach dahin fliegt wie von alleine 🙂 Wieder in San Diego angekommen, haben wir dann noch meine Mama und meinen Bruder vom Flughafen abgeholt und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Fortsetzung folgt…



























































