Labor Day mit Barbeque, erste Arbeitswoche und La Jolla

Labor Day mit Barbeque
Diese Woche hat erst einmal gut angefangen, denn am Montag war der Nationalfeiertag Labor Day – das ist bei uns der Tag der Arbeit. Ken, der Hauseigentümer, hat die beiden anderen aus Deutschland und mich auf ein typisch amerikanisches Barbeque eingeladen. Ken’s Freundin, die anderen beiden Studenten hier im Haus sowie die zwei Töchter von Ken’s Freundin und drei Hunde waren anwesend. Als Einleitung zum Barbeque gab es erst einmal Chips mit selbst gemachtem Dip und gegrillte Maiskolben gerollt in Salz-Butter. Der Hauptgang bestand dann aus gegrillten Tea Bone-Steaks die mundgerecht geschnitten serviert wurden. Dazu gab es etwas Brot und Nudeln mit Käse überbacken – Ketchup und Senf hat natürlich nicht gefehlt. Völlig unerwartet gab es dann sogar noch einen Nachtisch 🙂 Ken’s Freundin hatte noch eine gehaltvolle Torte aus viel Sahne und Zucker gebacken. Diese wurde dann noch nachträglich als meine Geburtstagstorte und einer kleinen Kerze darauf zum Essen gebracht. Man sieht daran echt einmal wie extrem nett die Leute hier sind!

Während des ganzen Mittag und Abend gab es sehr kalt gekühltes Bier und andere alkoholfreien Getränke in Dosen zum Trinken. Wenn diese leer Waren sollten wir diese einfach auf die kleine Wiese werfen. Ken wollte das so haben, damit er am nächsten Tag sieht, ob es ein gelungener Abend war. Die einzige Hilfe die die Gastgeber annehmen wollten, war, dass wir einfach Bier mitbringen sollten – das haben wir natürlich getan! Silvia, die Freundin von Ken, fand den Abend so toll, dass sie uns gleich noch am selben Abend zum mexikanischen Grillen eingeladen hat. Dies findet dann schon übernächstes Wochenende statt, da Christoph da ein paar Tage darauf wieder nach Deutschland fliegen wird. Auf das mexikanische Essen freue ich mich jetzt schon, denn die Köchin des Hauses ist geborene Mexikanerin 🙂

Erste Arbeitswoche und La Jolla
Meine erste Arbeitswoche bisher verlief sehr ruhig und angenehm. Sämtliche Kollegen in der Firma sind sehr nett und aufgeschlossen. Das gemeinsame Mittagessen macht Spaß und gibt immer wieder ein paar tolle Ausgehtipps preis. Smalltalk zu allen Themen ist gern gesehen und oft auch sehr lustig wenn die eine oder andere Geschichte ausgegraben wird – generell wenn es um das Thema Las Vegas geht. Gearbeitet wird hier typischerweise von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends – das finde ich sogar sehr angenehm da man fast sogar ein wenig ausschlafen kann. Diese Woche habe ich mich bisher nur in diverse Themen anhand von Büchern eingelesen. Tobias hat mir zwischendurch auch immer wieder einmal Teile der aktuellen Entwicklungssoftware gezeigt. Das Thema und die bevorstehende Arbeit schauen sehr interessant aus – ich gehe davon aus dass dies sicher eine tolle Zeit werden wird. Bilder von der Firma und vom Arbeitsplatz will ich noch nachreichen…

Am Dienstag nach dem Geschäft waren wir drei Deutschen noch in La Jolla („La Hoija“ gesprochen) am Strand und sind dort ein wenig herum gelaufen. Der Strand dort ist zwar nur sehr klein, dafür aber umso reicher an Surfern. La Jolla ist in San Diego eine eher teurere Region was man auch an den Häusern wieder toll erkennen kann. Leider hatte ich an diesem Abend meine Kamera nicht dabei – der Sonnenuntergang war echt toll 🙂

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Air & Space Museum, Balboa Park und Lake Miramar

Dieses Mal nur ein kleiner Kommentar: Das Air und Space Museum war viel zu teuer für die kurze Ausstellung. 15 Dollar für knapp 30 Minuten herum laufen ist einfach zu viel. Dafür hat dann der Rest von Balboa Park wieder alles wett gemacht. Balboa Park ist der große Park im Stadtzentrum von San Diego mit zahlreichen Museen. Alles wird hier sehr schön her gerichtet und gepflegt – eine Attraktion die man sich nicht entgehen lassen sollte. Der San Diego Zoo befindet sich zwar auch hier, aber dafür hatte ich dann einfach keine Zeit mehr übrig. Insgesamt ein gelungener Tag!

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San Diego Downtown, Football und das Meer

Seit dem letzten Mittwoch ist ein Studienkollege von Tobias hier in San Diego um Urlaub zu machen. Als ich letzte Woche noch nicht arbeiten musste, haben wir zusammen einen Stadtrundgang in Downtown gemacht. Dieses mal sind wir mit dem Bus dort hin gefahren. So schlecht wie die Amerikaner hier die öffentlichen Verkehrsmittel halten sind sie aber lange nicht. Man muss etwas Geduld mitbringen, da man mit vielen recht fertigen Passagieren durch die Gegend fährt und der Bus fast doppelt so lange braucht, als ob man mit dem Auto fahren würde. Ein Tagesticket für ganz San Diego kostet nur $5 – hier könnte sich der VVS (der auch noch einen viel kleineren Einzugsbereich hat) eine dicke Scheibe abschneiden!

Immerhin weiß ich nun wo man in San Diego im Stadion einmal Baseball schauen könnte und wo man relativ günstig einkaufen gehen kann. Zwischen A-Street, Broadway und 5th bzw. 9th Street findet man viele Läden. Generell könnte ich mich hier im Bezug auf T-Shirts tot kaufen! Erstens sind die hier verdammt günstig und die Aufdrucke sind einfach der Hammer – lässt sich mit dem was man in Deutschland kaufen kann nicht vergleichen. Ich habe meinen Einkauf an diesem Tag nur auf ein California/San Diego Auto-Nummerschild und zwei Sonnenbrillen beschränkt. Ich will erst wieder Geld ausgeben wenn ich etwas verdient habe – macht ja auch Sinn, oder?

Apropos Baseball und Football
Letzten Samstag war ich zusammen mit Tobias und Christoph (die Namen sollten ja mittlerweile schon bekannt sein) in Pacific Beach bei einem Kollegen aus der Firma zum saufen! Ja, richtig, wir haben uns in der prallen Sonne die Birne mit Light-Bier bei einem Trinkspiel weggeballert. Colin (so alt wie ich) und seine Freundin (schade dass ich von ihr kein Bild hab 🙁 ) waren dabei unsere Gastgeber. Im Backyard standen im freien Sofas auf die wir uns gesetzt haben um dann „Landmines“ zu spielen. Als wir dann unseren Pegel erreicht hatten (was nicht wirklich viel war) gingen wir zwei Blöcke weiter zum Strand und haben dort ein paar Stunden verbracht bis die Sonne untergegangen war. Mittlerweile war ich auch schon einmal im Meer – das war aber kein großer Spaß, denn das Meer ist hier extrem kalt! Zurück in Collins Mini-Appartment haben wir dann das Eröffnungsspiel der Football-Saison bei ein paar weiteren Bierdosen-Ladungen angeschaut.

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Auto, Zuhause und Nachtleben

An dieser Stelle möchte ich euch nochmal mein aktuelles Zuhause sowie mein Auto in Bildern vorstellen. Was ich bisher so in Text geschrieben habe ist zwar schön und gut, aber ein Bild sagt oft mehr als tausend Worte!

Nachtleben
An meinem ersten Wochenende hier war ich mit Tobias, dem anderen Praktikanten im Belly Up auf einem Live-Konzert von drei Reggae Bands. Für 14 Dollar bekamen wir aber sehr viel geboten – die Bands waren alle echt sehr gut, obwohl für uns beide Reggae nicht gerade die meist favorisierte Musik war. Das Publikum war zu unserem erstaunen sehr gut gemischt – im Prinzip waren alle Altersschichten ab 21 Jahren vertreten. Die Alterskontrolle wird hier sehr konsequent durchgesetzt, selbst wenn jemand wirklich offensichtlich schon 21 Jahre alt ist. Zum Beispiel bei jemandem der geschätzte 50 ist!

Was auch im Gegensatz zu Deutschland ganz anders gehandhabt wird ist, dass hier ein Partyabend schon gegen 20 oder 21 Uhr startet und dann maximal bis 1 Uhr in der Nacht geht. Wir haben, als sich dann alle aus dem Club entfernt haben, zwei Mädels gefragt, ob das üblich sei: Tatsache! Um 1 Uhr ist echt Zapfenstreich und alle gehen brav heim. Schon komisch, ich dachte immer hier im Amerika ist nie Ruhe 🙂 Im übrigen sind Clubs per Gesetzt dazu gezwungen um 1:45 Uhr zu schließen – also selbst wenn jemand länger feiern wollte, würde dies nicht funktionieren.

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Mein Geburtstag

Ja, meinen Geburtstag habe ich trotz der weiten Entfernung etwas gefeiert. Es gab zwar leider keinen Kaffee und Kuchen oder ein gutes Abendessen, aber stattdessen habe ich mir einen schönen Tag gemacht – zumindest so weit wie ich noch Zeit dazu fand. Wie bereits erwähnt hatte ich ja Probleme mit dem Auto. Das hat mich nicht einmal an meinem Geburtstag in Ruhe gelassen (Werkstattbesuch).

Point Loma
Ich bin Mittags nach Point Loma gefahren. Das ist hier ein Nationalpark direkt am Stadtrand von San Diego. Dieser ist täglich nur von 9 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, um die Natur und die Tiere zu schützen. Die fünf Dollar die einen dazu berechtigen sechs Tage lang den Park zu besuchen sind es echt wert. Man hat eine erstklassige Aussicht auf das Meer, sowie die Naval-Base auf Coronado und einen kleinen Stützpunkt der Army der sehr stark bewacht wird. Außerhalb des Nationalpark, aber trotzdem noch auf Point Loma befindet sich ein riesiger Friedhof von gefallenen Soldaten und ihren angehörigen. Bestattet sind dort sämtliche Menschen vom ersten Weltkrieg bis heute. Obwohl ich dort jemanden eigentlich nur fragen wollte wann der Nationalpark geschlossen wird, kam ich ins Gespräch mit einem Mann, dessen Mutter dort in einer Urne als Asche bestattet wurde. Er selbst war auch schon einige Jahre in Deutschland und hat dort als Gastarbeiter gearbeitet. Man sieht: für Smalltalk sind Amerikaner immer zu haben 🙂

Ocean Beach
Wegen eines Tipps des Hausbesitzers hier bin ich direkt nach dem Besuch auf Point Loma noch nach Ocean Beach gefahren. Die knapp 5 Meilen dort hin waren auch sehr schön anzusehen. Es ging immer wieder bergauf und bergab – wie man auch schön auf den Bildern sehen kann. Wie man sieht, konnte ich dort auch live ein kleines Fotoshooting miterleben.

Abend mit unerwartetem Ende
Ich habe dann den Abend hier im Haus mit dem anderen Praktikanten Tobias – auch aus der Firma – und ein, zwei Bier ausklingen lassen. Zu meiner Überraschung gab es sogar noch ein Geschenk! Der Hausbesitzer Ken fertigt in seiner Garage selbst gemachte Stifte an, die er sonst über das Internet verkauft. Ich durfte mir dann einen aus seiner Sammlung aussuchen. Ohne dass ich es erst wusste, hatte ich mir einen ausgesucht, der aus Holz von Hawai gefertigt ist. Dreht man ihn in der Sonne schimmert das Licht etwas im Holz, ähnlich wie bei Wurzelholz, eben nur nicht so stark. Der Stift hat einen Wert von 30 Dollar – und tata: der Tag war gerettet 🙂

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Strand in Coronado, Zimmer und Auto

Zimmersuche
In den letzten Tagen kam ich leider nicht ganz dazu hier diverse Updates zu schreiben, aber das möchte ich nun damit nachholen. Inzwischen habe ich sechs Wohnungen besucht die mir eigentlich überhaupt nicht zugesagt haben und dann kam genau das was ich gesucht hatte: Super Lage, nicht weit von der Firma entfernt (ca. 6 Meilen), nette Leute und ein netter Hausbesitzer (schon 60 Jahre alt) und günstige Miete inklusive Nebenkosten. Was will man da noch mehr? Ich bezahle jetzt 500 Dollar pro Monat für alles. Die Kaution beläuft sich auf 100 Dollar und ist damit auch sehr günstig. Damit habe ich das beste Zimmer zum günstigsten Preis gefunden – da kann man sich doch freuen. Die Adresse bei den Kontaktdaten habe ich natürlich auch schon aktualisiert. Eingezogen bin ich hier am 29. August.

Autokauf
Leider nicht ganz so erfreulich verlief bisher der Autokauf. Amerikaner sind sehr freundlich und hilfsbereit und immer wieder mal für einen Plausch zu haben, aber wenn es ums Geld geht haben sie nur noch Dollars in den Augen. Ich habe nun beim BMW Händler von San Diego eine Ford Mercury Cougar XR7 gekauft. Dabei handelt es sich um ein Auto aus dem Jahr 1995 mit nur knapp 67000 Meilen auf der Haube – unter der Haube steckt ein V8 mit 150 PS. Geht zwar gut voran – die Tanknadel auch – aber ich habe bisher immer noch nicht so das Vertrauen in das Auto. Mit 3000 Dollar war es ausgezeichnet. Mit Steuerung, Zulassung und allem drum und dran habe ich dann knapp 3490 Dollar gezahlt. Das Mistrauen kommt daher, dass ich in das Auto nach dem Kauf eingestiegen bin und erst einmal der Rückspiegel neben mir auf den Boden fiel. Als das behoben war fuhr ich mit dem Auto los und bemerkte dass der Meilenzähler einfach stehen bleibt. Also wer weiß, ob das Auto wirklich nur so wenige Meilen gefahren wurde? Nichts desto trotz habe ich darauf bestanden dass der Fehler behoben wird. Das ist auch der Grund warum ich gerade Zeit habe zu schreiben – das Auto ist nämlich schon den ganzen Tag in der Werkstatt!

Autoversicherung
Leider leider gibt es noch eine weitere schlechte Erfahrung. Die Autoversicherung die ich abgeschlossen habe, hat mich doch tatsächlich bei Vertragsabschluss angelogen und mir eine ‚Broker Fee‘ angedreht. Sprich ich habe 500 Dollar zum Fenster raus geworfen und dem Versicherungsheini eine tolle Provision beschert. Glücklicherweise wohnt hier im Appartement noch ein Rechtsanwalt nach amerikanischem Recht, so dass ich nun mit seiner Hilfe den Vertrag wieder aufgelöst habe, als hätte es ihn nie gegeben – ob ich das Geld irgendwie je wieder sehen werde ist fraglich. Eventuell ist es weg, aber auf jeden Fall bin ich jetzt nicht mehr bei dieser Verbrecherbande. Eine andere Versicherung ist nun leicht teurer, dafür bin ich aber auf der sicheren Seite!

Zu den Bildern
Weitere Bilder zum Zimmer und dem Auto gibt es später. Auf den Bildern unten kann man die Vor- bzw. Halbinsel Coronado sehen. Hier befindet sich eine sehr luxuriöse Wohngegend mit tollen Hotels. Da werde sogar ich neidisch dass ich da nicht einmal einchecken kann. Trotz allem Übel und Stress bisher geht es aber wieder bergauf – wurde auch endlich Zeit!

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Besuch der USS-Midway

Gestern habe ich das USS-Midway Museum besucht. Dabei handelt es sich um einen stillgelegten Flugzeugträger der zum begehbaren Museum umgebaut wurde und im Hafen von San Diego ‚angelegt‘ hat. Der Besuch war wirklich verdammt interessant und zeitintensiv – man kann einfach so viel anschauen – da vergehen die vier Stunden für das Parkticket rum wie im nu. Zu den einzelnen Rundgängen gibt es sehr gut gemachte Audio-Guides in denen man Aussagen von ehemaligen Kriegsveteranen anhören kann. Passend dazu werden auch die einzelnen Stationen einfach mit allen nötigen Fakten erklärt.

Die USS-Midway war von 1945 für 25 Jahre der größte Flugzeugträger der Welt und hat in Vietnam, Pearl Harbor sowie im Dessert-Storm-Krieg ihren Dienst verrichtet. Die Besatzung bestand ausschließlich aus 4500 Männern, die täglich bis zu zehn Tonnen Essen verspeist haben. Mit gigantischen 212000 PS und einem Kraftstofftank mit mehr als eine Millionen Liter fassungsvermögen zog sie so durch die Meere. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 40 Flugzeuge auf ihr stationiert.

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