Baseball, Miramar MCAS Airshow & Oktoberfest

Baseball
Letzten Mittwoch hat mich Tobias über seine Mitbewohnerin kurzfristig zum Baseball-Spiel der San Diego Patres in Petco Park in Downtown gegen die Chicago Cups eingeladen. Die Mitbewohnerin hatte noch ein paar Tickets übrig und hat uns diese dann zum halben Preis von 17 Dollar vermacht. Das Spiel war insgesamt sehr interessant, aber es zieht sich alles unglaublich in die Länge. Gäbe es da nicht so viel Werbung und Pausen zwischen den Spielzügen könnte ich mich mit dieser Sportart echt anfreunden. Da es an dem Abend noch nichts zum Essen gab habe ich mir dummerweise im Stadion etwas zum Essen und Trinken gekauft – die Preise haben mich dann regelrecht umgehauen! 12 Dollar für eine Mini-Cola und einen Hot-Dog der nicht einmal richtig warm war. Eine Frechheit! Nichts desto trotz haben die San Diego Patres wohl verdient 9:3 gewonnen.

Miramar MCAS Airshow
Am letzten Samstag bin ich dann alleine zur Miramar MCAS Flugshow gegangen. Tobias hatte schon mit jemand anderes etwas ausgemacht – schade, denn da hat er etwas verpasst! MCAS steht im übrigen für Marine Corps Air Station und Miramar nennt sich das Gelände bzw. Gebiet. Zu sehen gab es viele tolle Kunstflüge, Tiefflieger und auch die ein oder andere Überraschung – dazu gleich mehr. Diese Airbase ist von meinem Wohnort aus nur ca. 2 Meilen Luftlinie entfernt; trotzdem habe ich fast eineinhalb Stunden gebraucht bis ich dann auf dem Flugvorfeld war. Kein Wunder bei kostenlosem Eintritt, einem super Programm und knapp 250.000 Besuchern allein nur an diesem Tag!

Zu sehen gab es auf dem riesigen Gelände mehrere Kunstflug-Shows. Darunter wurden Einsatzkräfte von Helikoptern abgeseilt, Helikopter sind Loopings geflogen und ein Weltmeister im Kunstflug ist in einer roten Doppeldeckermaschine nur sehr knapp über dem Boden und auf dem Kopf unter einer Markierung hindurch geflogen. Dazu kamen noch diverse Falschschirmspringer und etliche Jets mit beeindruckenden Tiefflügen. Gerade wenn ein Harrier oder eine Hornet mit geschätzten 50 Meter über einen hinweg donnert musste man sich schon hin und wieder mal die Ohren zuhalten. Oft bemerkte man die Jets auch erst wenn es schon zu spät war – die Flieger kamen gerne lautlos von hinten an um jeden im Publikum zu erschrecken! Der Harrier ist ja auch für seine Senkrechtstarts bekannt – auch dies wurde eindrucksvoll demonstriert. So hob dieser vor dem Publikum ab, hat sich auf der Stelle einmal im Kreis gedreht und ist erst dann mit lautem Gebrüll weg geflogen. Die Landung war natürlich genauso interessant – auf der Stelle einfach nach unten 🙂

Auf dem Rest des Gelände konnte man sich an diversen Ständen in der Army einschreiben, Panzer, Waffen und viele andere Flugzeuge und Helikopter anschauen. Ganz interessant fand ich dann auch, dass man in fast jedes Flugzeug hätte einsteigen können, wenn man ein Kind wäre. Gerade für Kinder wird hier viel geboten, schließlich kann man so schon optimal die Soldaten von Morgen mit Propaganda überfluten 🙂 In große Transportflugzeuge durften dann auch Erwachsene hinein um alles anzuschauen. Das habe ich mir dann aber ganz schnell aus dem Sinn geschlagen, als ich die langen Schlangen zum Anstehen gesehen habe. Im übrigen gab es auch bessere Sitzplätze, bei denen man die Show besser hätte sehen können, aber diese hätten dann von 15 bis 150 Dollar gekostet – je nach Lage versteht sich.

Die interessantesten Shows tagsüber waren sicher die Flugstaffeln mit dem Namen „U.S. Navy Blue Angels“ sowie „The Canadian Forces Snowbirds“. Dies sind Teams aus 6 bzw. 9 Flugzeugen die dann Formationsflüge fliegen. Es ist aber total erstaunlich wie nah aneinander solche Piloten fliegen können ohne Unfälle zu produzieren. Immerhin machen die Piloten nicht nur Überflüge sondern auch Loopings und andere Flugmanöver. Den Abstand der Flugzeuge untereinander hätte ich nicht auf mehr als 2 Meter geschätzt!

Die bereits schon erwähnte Hornet hat Nachts noch einmal ihren Nachbrenner demonstriert. Dabei wird Kraftstoff in die heißen Abgase geleitet die dem Flugzeug dann die doppelte Schubkraft geben. Diesen Nachbrenner konnte man auch toll sehen: Hinten aus den Triebwerken kamen blaue Flamen heraus. Laut Sprecher sind das die Teilchen die schon auf Überschall beschleunigt wurden. Der Pilot selbst musste den Nachbrenner relativ schnell wieder abschalten, da das Flugzeug sonst zu schnell Überschall geflogen wäre. Der Durchbruch der Schallmauer wäre sicher interessant gewesen, aber das hätte Beschwerden und Kaputte Scheiben nach sich gezogen!

Ebenfalls im Nachtprogramm enthalten war ein Truck mit Düsenantrieb und unglaublichen 56000 PS! Einen so unglaublich lauten und schnell beschleunigenden Truck habe ich auch noch nie in echt gesehen. Auch die Abgaswolke war riesig – kann man dann auch auf dem Video und den Bildern sehen! Der krönende Abschluss des Abends war dann das mit Abstand größte und beeindruckendste Feuerwerk das ich je erlebt habe. Ich glaube so etwas kann man nicht überbieten – zumindest nicht in Deutschland! Da hat man einfach einmal wieder bei der Musikunterlegung den Nationalstolz der Amerikaner erlebt. Kaum ist das Feuerwerk vorbei schon kommt die Nächste Showeinlage: „The Great Wall of Fire“ – dahinter verbirgt sich eine riesige Explosion aus Feuer entlang der Start- und Landebahn. Auch diese Showeinlage war extrem beeindruckend, dafür aber leider viel zu kurz – eine so große Explosion mit den Feuerbällen kann man schließlich nicht lange aufrecht erhalten.

Oktoberfest
Ja, wenn man schon nicht auf den Cannstatter Wasen kann, muss man halt hier in Amerika das Oktoberfest zelebrieren 🙂 Mit Tobias, Colin und seiner Freundin Ellena war ich in La Mesa und El Cajon auf dem Oktoberfest. Zuerst La Mesa, da uns dies von vielen Seiten empfohlen wurde. Doch leider wurden wir hier sehr enttäuscht – „sehr“ ist hier nicht übertrieben! Selbst Colin und Ellena haben sich als Amerikaner dafür geschämt, dass dort eigentlich nur Verkaufsstände aufgebaut waren und nicht einmal ein gescheites Zelt mit Musik und deutschem Bier vorhanden war. Doch nach diesem Reinfall wollte Colin das nicht auf sich sitzen lassen und hat via iPhone das nächste Oktoberfest recherchiert. Dort angekommen waren wir dann allerdings sehr positiv überrascht!

Die Deutsch-Amerikanische Gesellschaft hat in El Cajon ein Oktoberfest aller erster Sahne organisiert. Man bezahlt zwar 5 Dollar Eintritt, hat dafür dann aber deutsches Importbier und deutsche Volksmusik wie sich das zum Oktoberfest gehört. Da kann man auch einmal darüber hinwegsehen dass es keine Maas gab und das Bier nur in Bechern verteilt wurde – man ist halt doch in Amerika *lach* Die Beschilderung war sogar überall in Deutsch vorhanden, doch Deutsch sprechen konnten von den Bedienungen leider nur die wenigsten! Nach etlichen Bier, langen Gesprächen mit Collin und Ellena sowie ein paar Bratwürsten und Kartoffelpuffern ging auch dieser Tag zu Ende. Wieder einmal ein sehr gelungenes Wochenende!

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1, 2, Risiko…

Ja, am Sonntag hatte ich die wohl dümmste Idee seit langem und habe sie auch noch umgesetzt! Als Hintergrundinfo: Der Wetterbericht hat für den Sonntag Temperaturen von um die 35 Grad vorausgesagt und ich hatte vor einen kleinen Road-Trip mit meinem 15 Jahre alten Auto zu unternehmen! In meinem Leichtsinn habe ich das dann ignoriert, ich hatte ja schließlich eine Klimaanlage im Auto. Mit genug Wasser, einigen kleinen Snacks und meiner Kamera im Gepäck habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Die Route sollte zur mexikanischen Grenzstadt Tijuana gehen und von dort aus dann an der Grenze entlang zur Stadt Tecate und von dort aus wieder zurück über den Highway 8 weiter im Norden. Ursprüngliche Route

An der Grenze zu Mexiko angekommen habe ich dann erst einmal ein weiteres Fashion Outlet besucht – vielleicht hätte man hier ja etwas ansprechendes finden können, doch außer dem mir nun größten bekannten Nike-Laden wurde ich dort nicht weiter fündig. Also noch schnell zwei drei Bilder von der Grenze geschossen und weiter ging es auf der ursprünglich geplanten Route. Auf dem Weg zu den Bergen kam ich dann völlig zufällig noch am olympischen Trainings-Zentrum der US Sportler vorbei. Die Frau am Wärter-Häuschen war so freundlich und hat mir Eingang gewährt um ein paar Bilder zu schießen. Sie gab mir sogar noch eine kleine Karte für das gesamte Gelände, doch die fast 1,5 Meilen (2,4 km) lange Straße vorbei an all den verschiedenen Sportdisziplinen war mir bei der Hitze dann doch etwas zu weit. Allein die fünf Minuten für das Besucherzentrum haben mich schon sehr heftig ins schwitzen gebracht.

Auf dem weiteren Weg meiner Route hatte ich dann noch einen fabelhaften Blick auf den Lower Otay Lake, an dem ich dann auch noch vorbei gefahren bin und anschließend zwischen den Bergen hinter mir gelassen habe. Doch genau hier begann eigentlich mein Problem dann schon. Während den 35 Meilen weiter die Berge auf und ab hatte ich die immer weiter ansteigende Temperatur von meinem Kühlwasser im Auto bemerkt. So habe ich nicht umgekehrt, sondern nur einmal eine Pause eingelegt und dann schien das Problem behoben gewesen zu sein – der Motor hatte wieder eine normale Temperatur. Doch weit davon gefehlt fuhr ich gemütlich die Pässe empor bis schlussendlich kurz vor der Stadt Tecate mein Motor überhitzt ist. Das Kühlwasser kochte über und kam direkt aus dem Tank heraus. Natürlich habe ich schön meine Finger davon gelassen und dem Ganzen 30 Minuten zum Abkühlen gegeben! Aber so ganz ohne Klimaanlage habe ich dann sehr stark anfangen müssen zu schwitzen. Natürlich kam das nicht nur von der Hitze, sondern auch durch die Frage wie ich nun bzw. zurück weiter komme. Genau hier bin ich liegen geblieben.

Allerdings hatte ich ja genug Wasser mitgenommen und bis zu dem Zeitpunkt nur wenig getrunken gehabt, also hätte ich auch wieder Kühlwasser auffüllen können. Des Weiteren war die Straße stark befahren – da hätte sicher jemand helfen können! Ich habe dann wegen dem immer noch viel zu heißem Kühlwasser davon abgesehen den Deckel abzuschrauben, um Wasser nachzufüllen. Die Stadt Tecate war nur zwei Meilen weg, also habe ich nach der Pause den Motor angemacht und bin langsam in die Stadt gefahren. Dort angekommen habe ich erst einmal weitere große Mengen Wasser gekauft, um für den Heimwärts-Trip gerüstet zu sein. Ich habe eine Weile überlegt und dann beschlossen den gleichen Weg wieder zurück zu fahren, obwohl dann schon eine Anzeige im Auto aufgeleuchtet hat, dass der Kühlwasser-Stand viel zu niedrig sei. Der Weg nach Hause bestand dann mehr aus Pausen und auf die Temperaturanzeige schauen als sonst irgend etwas. Schon einmal drei Meilen bergauf gefahren und alle paar hundert Meter Zwangspause eingelegt? Genau so ging es mir da!

Am Ende kam ich dann doch gut in San Diego und in meinem Zuhause an. Natürlich habe ich davor bei einem Autoladen noch gleich neues Kühlwasser gekauft – das Auto habe ich dann bis zum nächsten Morgen ruhen und abkühlen lassen. Am Montag morgen vor dem Geschäft habe ich dann den Kühlwasserstand geprüft, um das neue Kühlwasser einzufüllen. Aber was sah ich da? Es war überhaupt kein Kühlwasser mehr drin! Was ein Glück, dass das Auto noch lief und nicht noch einmal überhitzt hatte. Nach dem Nachfüllen und prüfen aller anderen Flüssigkeitsfüllstände habe ich dann den Motor gestartet und mein Cougar hat geschnurrt wie immer. Offensichtlich doch ein zuverlässiges Auto 🙂 Eines hat mich die Geschichte aber dann doch gelehrt: Das nächste mal bei solchen Routen einen Mietwagen verwenden und wenn man solch einen Trip macht dann nicht gerade an einem der wärmsten Tage im Jahr. Ja, denn im Nachhinein hatte sich herausgestellt, dass dieses Wochenende eines der wärmsten im Jahr bisher gewesen war.

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Model Railroad Museum, Japanese Friendship Garden & Old Town

Model Railroad Museum
Letzten Samstag hatte sich nicht besonderes mit den drei anderen Deutschen ergeben, da einer von den drei zum Flughafen musste, um wieder nach Deutschland zu fliegen. Also habe ich kurzerhand beschlossen nochmals nach Balboa Park im Stadtzentrum zu fahren, um den Besuch im San Diego Railroad Museum nachzuholen. Das Museum wurde 1980 gegründet und beheimatet diverse größere Schauanlagen in den Spurweiten H0, 1 und Z. Da ich nur sehr viele alte Menschen dort gesehen habe, die sich um die Anlagen und Züge gekümmert haben, gehe ich davon aus, dass dieses Museum eher altmodisch betrieben wird. Es gibt zwar eine Art Jugendgruppe, aber diese beschränkt sich auf Kinder ab 9 Jahren und aufwärts – davon zu sehen war an besagtem Tag allerdings niemand.

Ich habe mich zwar mit niemandem dort unterhalten, aber die Technik scheint sowohl als als auch neu zu sein. Das soll soviel heißen wie, dass die Anlagen analog und auch digital gefahren werden. Trotzdem sahen alle Anlagen sehr alt aus und gestalterisch nur halbwegs ansprechend – zumindest was meinen Geschmack betrifft. Dennoch wird gerade ein neuer Anlagenteil gebaut bzw. erweitert. Das kann man auf den Bildern dann auch noch schön erkennen. Züge fuhren allgemein sehr wenig und wenn dann hatten die meisten wegen ihrer Länge und dem Gewicht erhebliche Traktionsprobleme! Die durchdrehenden Räder konnte ich so einige Male durch die Plexiglasscheibe hören. Die meisten Anlagen haben auch reale Vorbilder – die meisten mussten allerdings um einiges eingestampft werden, um überhaupt in einen Raum zu passen. Dazu zählen dann zum Beispiel große Schluchten oder ähnlich große Landschaftsteile.

Das Museum finanziert sich mit den Eintrittsgeldern und einem Souvenirladen am Ausgang. Zusätzlich dazu wird man ganz oft dazu animiert „Mitglied“ zu werden, um mit einem größeren Beitrag das ganze Museum zu unterstützen und dann für ein Jahr kostenlos die Anlagen besuchen zu können. Als besonderer Anreiz wird man dann auch namentlich an einer großen Wand aufgeführt. Die nächste Stufe finde ich eigentlich eine ganz tolle Idee: so kann man sich für 500 Dollar seinen Namen in ein Stück Granit eingravieren lassen. Diese kleine Steinplatte wird dann als Schwelle für ein Gleis verwendet das dann wie eine Art Walk-of-Fame dienen soll (siehe Bilder). Das klingt zwar lustig, hat aber einige Vorteile: Man kann sich namentlich irgendwo verewigen, Firmen mit Spenden Werbung machen und man vollbringt damit auch noch eine gute Tat. Ganz nebenbei hat die ganze Sache auch viel Aufmerksamkeit – wo auch sonst sieht man schon einen Walk-of-Fame gemacht aus Granit das insgesamt aussieht wie ein Gleis durch ein halbes Museum?

Japanese Friendship Garden
Auf dem Rückweg bin ich noch ganz zufällig am Garten der japanischen Freundschaft vorbei gestolpert – diesen hatte ich bei meinem ersten Besuch in Balboa Park wohl übersehen. Ich als Fan von japanischen Gärten habe mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen und bin einmal durch den echt super schön angelegten Garten gelaufen. Dort wurde man dann allerdings irgendwann verscheucht, da eine Hochzeitsfeier anstatt und noch Vorbereitungen gemacht werden mussten.

Old Town
Bevor ich es vergesse: Am frühen Nachmittag war ich noch im Stadtteil Old Town. Das ist dort wo San Diego damals gegründet wurde. Der damalige Stadtkern gilt heute als Nationalpark und wurde mühevoll wieder restauriert und her gerichtet. So kann man sich etliche der alten Geschäfte ansehen, von denen manche sogar teilweise noch originalgetreu eingerichtet sind. Trotz der vielen Souvenir-Läden die sich selbstlobend als „Museum“ bezeichnet hatten, war dort ausnahmsweise mal alles kostenlos zum anschauen – ein echtes Wunder! Insgesamt war dieser kleine Abstecher eine echt gute Idee.

Fashion Valley, Friars Road
Den Rest des Tages habe ich dann noch in zwei Fashion Valleys verbracht. Ich habe dort zwar nichts gekauft, habe dafür aber ordentlich gestaunt! So viele Läden auf einem Haufen und dann alles noch im Freien – Quasi Breuningerland nur um ein vielfaches größer und eben nach oben offen zwischen den Geschäften! Für meinen Geschmack gab es allerdings dann doch zu viele Dinge nur für Frauen zum kaufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese sich dort fühlen würden wie im siebten Himmel, aber Männer brauchen ja auch was zum anziehen, oder!? 🙂

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Mein Arbeitsplatz, die Firma und was mache ich da eigentlich!?

Ich dachte mir, da ich dieses Thema noch überhaupt nicht angesprochen habe, dass es sich dabei auch um etwas interessantes handelt könnte. Daher will ich hier an dieser Stelle heute ein paar Worte über meine Aufgaben verlieren und was die Firma eigentlich sonst noch alles so macht. Wenn ich an manchen Stellen nicht so konkret werde, dann liegt das daran, dass ich diese Informationen nicht preis geben darf. Schließlich würde es sich dabei um Geschäftsgeheimnisse handeln. Am Ende des Beitrags seht ihr noch das Firmengebäude von außen sowie die Bilder aus meinem Büro. Dieses mal sind die Bilder nicht so toll – wurden nur mit dem Handy gemacht!

Die Firma Verimatrix
Die noch recht junge Verimatrix hat sich auf die sichere Verteilung von Videos spezialisiert (laut Internetseite gibt es die Firma  erst sei dem Jahr 2000). Darunter spielen das normale Fernsehen sowie moderne Content-Delivery-Netzwerke für Video-on-Demand eine sehr große Rolle. Video-on-Demand kennt man in Deutschland zum Beispiel von T-Home der Deutschen Telekom: Auf dem Fernseher kann man via Internet Filme gegen eine kleine Gebühr ausleihen und für einen begrenzten Zeitraum anschauen. Doch stets müssen sich solche Anbieter die folgenden Fragen stellen: Wie verhindert man, dass illegale Kopien von Filmen im Internet landen bzw. wie stellt man sicher, dass auch nur Personen einen Film ansehen können die auch wirklich dafür bezahlt haben? Genau für diese Fragestellungen hat  Verimatrix eine Antwort in Form eines bereits existierenden Produkts.

Zur Sicherung der Übertragung und dem anschließend ‚ungeschützten‘ Film den man dann letztendlich anschaut, benötigt man unterschiedlichste Techniken um die Inhalte entsprechend zu schützen. Dazu bedient man sich bewährten Techniken: die Verschlüsselung auf der Seite der Übertragung und Wasserzeichen auf der anderen Seite. So ist stets sichergestellt, dass ein potentieller Angreifer entweder überhaupt nichts kopieren kann, oder wenn er es schaffen sollte, zügig ermittelt werden kann. Ein Wasserzeichen für Videos ist nicht mit dem Wasserzeichen auf einem Geldschein zu vergleichen – Video-Wasserzeichen kann man mit dem bloßem Auge nicht erkennen. Bettet man nun mit Wasserzeichen diverse Informationen in ein Video ein, ist man in der Lage jeden Kunden eindeutig zu identifizieren. Landet also eine Kopie im Internet lässt sich leicht herausfinden wer dieses Video illegal kopiert hat – anschließend ist der Vorfall dann eine Angelegenheit der Polizei oder von Strafermittlern! Konkreter will ich an dieser Stelle nicht werden – das würde einfach zu kompliziert werden!

Die Firma Verimatrix hat an ihrem Hauptsitz in San Diego ca. 50 Mitarbeiter und über diverse andere Verkaufsniederlassungen über die Welt verteilt noch ca. 20 andere Mitarbeiter. Laut Webseite hat die Firma ihre Produkte bereits über 300 Mal in mehr als 37 Länder verkauft. Damit wurden ungefähr 12 Millionen Geräte mit Software von Verimatrix ausgestattet und schützen damit die Rechte der Filmproduzenten und Filmverlage. Weitere Informationen kann man auch gerne auf der Verimatrix Webseite nachlesen.

Meine Aufgaben
Aktuell arbeite ich an einem Produkt das aktuell noch entwickelt wird und in naher Zukunft dann auch verkauft werden soll. Es handelt sich dabei auch um eine Software die mit Wasserzeichen Informationen in Videos integriert. Versucht man diese Informationen später aus einem illegal kopierten Video auszulesen kann es natürlich passieren, dass durch schlechte Qualität oder andere Einflussfaktoren diverse Informationen unwiederbringlich verloren gehen. Aus diesem Grund werden Informationen mit diversen Methoden so in ein Video eingebettet, dass man diese später wieder herstellen oder korrigieren kann. Genau an solch einem System arbeite ich gerade! Also: Wie kann man verlorene Informationen wiederherstellen oder erkannte Fehler korrigieren? Und vor allem wie sicher ist man sich, ob diese Information auch korrekt ist? Gerade die letzte Frage muss gut beantwortet werden, da nur durch einen sehr kleinen Fehler schon eine falsche Personen für eine illegale Kopie beschuldigt werden würde – das gilt es natürlich zu vermeiden!

Meine aktuelle Arbeit macht gute Fortschritte und über die Ergebnisse war Niels – mein Betreuer – stets erfreut. Ich hoffe das bleibt auch weiterhin so 🙂 Das Thema ist sehr interessant wie ich finde, aber nicht so einfach wie man das glauben mag. Die grauen Hirnzellen muss man schon anstrengen, um auf tolle Lösungen für diese Probleme zu kommen. In Zukunft werde ich mich dann noch damit beschäftigen dürfen, wie man Fehler nochmals besser erkennen und korrigieren kann bzw. wie man Informationen so verändern kann, damit Angreifer noch weniger Chancen haben einen Film ohne Folgen zu kopieren. Es wird also nicht langweilig! Vielleicht kann ich ja später einmal sagen: in diesem System steckt mein geschriebener Programm-Code drin…

Allgemein ist das Arbeitsklima in der Firma sehr angenehm bis super duper gut 🙂 Die Leute sind sehr locker drauf und man kann mit allen sehr einfach ins Gespräch kommen – man muss nur irgendeine Frage stellen oder einen Kommentar von sich lassen. Ins große Gespräch kommt man mit den Kollegen aber eher beim Mittagessen, da meine Abteilung nur aus Niels, dem anderen deutschen Praktikanten und mir besteht. Gerade diese extreme Gelassenheit und Offenheit würde ich mir in deutschen Firmen wünschen! Man ist sofort mit allen im Gespräch und lernt eigentlich nur die Vornamen der Personen. Der Respekt geht dadurch keinesfalls verloren, aber es macht das allgemeine Klima wesentlich angenehmer – genau diesen Unterschied zu Deutschland schätze ich hier und werde den zurück in der Heimat vermissen. Das Mittagessen geht meist bis zu einer Stunde, da man manchmal auch erst 10-15 Minuten wo hin fahren muss. Direkt ums Eck gibt es ein Cafe das auch frische Essen zubereitet – wir waren aber auch schon beim Vietnamesen, Inder oder Griechen. Langweilig wird es dabei nie, denn interessante Themen gibt es immer zum bequatschen. (Vor allem Football und Unterschiede zu Deutschland)

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Mexican Barbeque & Sea World San Diego

Am letzten Wochenende – genauer gesagt am Samstag Vormittag – haben wir uns nochmal mit Colin am Pacific Beach in einer Bar getroffen um Football zu schauen. Zum Football gab es dann einen großen Burger mit frischen Pommes und eine Gallone Budlight Bier für nur $5. Bei dem Bierpreis kann man nicht meckern, selbst wenn man es dann runter würgen muss! Am frühen Abend gab es dann das versprochene mexikanische Barbeque mit selbst gemachten Tacos in meinem Zuhause. Es war auch schon wie beim letzten Mal sehr lecker, aber einfach viel zu viel! Die Tacos hat sich jeder selbst belegt,  nur groß und scharf mussten sie sein – das mussten wir Ken und seiner Freundin Silvia versprechen. Nach einigen Bier und selbst gemachten Muffins mit deutscher Schokolade und einem Kokos-Überzug ging auch dieser Tag zu Ende.

Am Sonntag Vormittag war ich alleine in Downtown und habe dort etwas eingekauft. Das Resultat davon sind neue Schuhe von Nike. Ähnliche hatte ich schon vor vielen Jahren und war total enttäuscht, dass diese irgendwann aus dem Leim gegangen sind – aber jetzt habe ich ja neue und bin darüber total glücklich 🙂
Am Mittag haben wir uns dann wieder getroffen um zusammen Sea World San Diego unsicher zu machen. Ich war dann allerdings vom Resultat ziemlich enttäuscht! Man bezahlt 70 Dollar Eintritt für einen Tag und hat dann eine Entertainment-Landschaft zum Bestaunen, die eigentlich nur für Kinder gemacht ist. Die Attraktionen und Shows waren echt richtig gut gemacht – im großen und ganzen sind die dann aber doch etwas zu kitschig für mich gewesen. Leider, leider sind die meisten Bilder von den ganzen Aquarien nichts geworden, sonst könnte man hier nun mehr davon bestaunen. Ich selbst würde Sea World nicht weiter empfehlen, da der Spaß einfach viel zu teuer ist. Was allerdings richtig toll gemacht war, ist die Orca Killerwal-Show. Es ist schon erstaunlich wenn solche riesigen Tiere durch die Gegend springen, Zuschauer nass spritzen und dann noch Spaß daran haben. Zumindest wurde dies immer wieder von den Trainern behauptet! Die Wale haben sich auf Kommando gedreht, sind gesprungen oder haben sich mit dem halben Körper auf den Beton gelegt. Neben der Wal-Show haben wir uns noch die Show mit den Seelöwen angeschaut, die war ziemlich lustig gemacht. Die Seelöwen haben zur Musik getanzt, gesungen oder Bälle auf Ihrer Schnauze balanciert. Die Delphin-Show haben wir leider um ein paar Minuten verpasst – schade, wäre sicher auch interessant gewesen!

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Welcome to Fabulous Las Vegas!

Mittlerweile bin ich wieder von einem total überragenden Wochenende zurück und zehre noch von den Erlebnissen beim Bilder sortieren, bearbeiten und Texte schreiben. Das verlängerte Wochenende von Freitag bis diesen Montag war einfach unvergesslich und etwas ganz anderes, als ich sonst jemals irgendwo gesehen habe. Diese Stadt ist einfach so krank – die sollte man unbedingt einmal gesehen und erlebt haben! Ging leider alles viel zu schnell rum.

Wie bereits erwähnt ging die Reise am Freitag kurz nach dem Mittag los. Auf dem Highway 15 ging es an Los Angeles vorbei durch die Wüste und Gebirge nach Las Vegas. Schon aus gut 15 Meilen Entfernung kann man die Lichter der Stadt im Nirgendwo erkennen. Besonders die Lichter vom Hotel und Casino Luxor kann man weit sehen. (Das Luxor ist die Pyramide mit einem großen Skybeamer in den Himmel) Durch etwas Stau und viel Verkehr nach Las Vegas haben wir die Stadt und das Hotel erst gegen halb zehn erreicht. D.h. es war schon dunkel und volle Action im Gange.

Die drei Nächte in Las Vegas haben wir drei (Christoph, Tobias und meine Wenigkeit) im Mandarin Oriental verbracht. Das ist ein sechs Sterne Hotel das gerade einmal etwas mehr als ein Jahr alt ist und ausnahmsweise Mal kein Casino hat. Zum Empfang im Hotel wurden uns die Türen vom Auto geöffnet und unser Gepäck verladen – selbst tragen musste man also nur auf Wunsch. Die Rezeption befand sich im 23. Stockwerk, also musste man erst einmal nach oben fahren und die Zugangskarten für das Zimmer abholen. Im Hotelzimmer angekommen gab es erst einmal zehn Minuten das große Staunen! In diesem Zimmer gab es einfach nichts das gefehlt hat. Angefangen vom Salz für die Badewanne bis zur persönlichen Begrüßung auf dem großen Fernseher. Das Zimmer hatte zwar nur ein Queen-Size Bett, aber ein Zusatzbett konnten wir gegen einen kleinen Betrag separat bekommen. Eine Nacht in diesem Zimmer kostet regulär 400 Dollar die Nacht – durch ein Angebot hatten wir die drei Nächte für den gleichen Preis. Kavier aufs Zimmer kostet 600 Dollar und eine Champagner gute 250 Dollar – das war uns dann doch etwas zu teuer 🙂

Die Tage darauf haben wir Las Vegas tagsüber wie nachts erkundet und sämtliche Shows die kostenlos waren angeschaut. Darunter die Wassershow am Bellagio und das kleine Piraten-Musical ‚Sirens of Treasure Island‘ am Hotel und Casino mit demselben Namen. Die Ausmaße dieser Hotel und Casino-Anlagen sind einfach so groß, dass man sich darin schon einmal verirren kann. Die schlechte Beschilderung in den Casinos wird vermutlich absichtlich so gemacht – man soll ja viel Geld da lassen. Egal was man sich anschauen möchte – man muss erst einmal durch die Gambling-Spielhallen durch! Apropos Gamling: Ich habe 10 Dollar am einarmigen Banditen, über diverse Casinos verteilt, verzockt. Einen Cashout-Voucher mit 20 Cent habe ich mir als Andenken aufgehoben. Christoph hat sich an Texas Hold’em Poker probiert und 50 Dollar gesetzt. Sein Rekord waren 75 Dollar – am Ende hat er dann mit 40 Dollar in der Tasche den Spieltisch verlassen.

Neben den ganzen Casinos haben wir auch diverse andere Attraktionen genutzt. Darunter sind wir die Achterbahn im New York New York gefahren und haben am letzten Abend einen Stripclub im alten Las Vegas in Downtown besucht. Da haben wir dann auch das teuerste von all den vielen Bieren getrunken. Stolze 10 Dollar für eine Flasche Corona. Der Versuch in einen Nachtclub zu kommen ging leider nach hinten los – der Türsteher hat uns mangels Damen an unserer Seite schnell wieder verscheucht – dabei haben wir uns so toll rausgeputzt! Nichts desto trotz waren die Tage (und Nächte) immer sehr lang – vor 5 oder 6 Uhr in der Früh waren wir nie im Bett. Dank den extremen Temperaturen war es meistens zu warm, aber dafür gibt es ja auch überall Klimaanlagen! Wenn es nicht dunkel gewesen wäre, hätte man nicht einmal bemerkt dass schon Nacht ist.

Einen Abend haben wir auch dazu genutzt mit dem Bus ‚Gold-Line‘ zum Stratosphere-Tower zu fahren um Las Vegas einmal von oben zu betrachten. Der Ausblick auf den 1,7 Meilen langen Strip war einfach unglaublich. Noch besser war dieser allerdings auf dem oben auf dem Turm aufgestellten Freefall-Tower den wir natürlich ausprobiert haben. Man wird dort mit einem starken Schub nach oben beschleunigt – einmal oben am Wendepunkt angekommen ist man 260 Meter über dem Boden und hebt in seinem Sitz vollständig ab! Das ist ein so tolles Gefühl im freien Fall wenn einem auch noch der Strip zu Füßen liegt. Wer schwindelfrei ist sollte das unbedingt auch mal machen 🙂

Eigentlich hatten wir ja noch vor einen Rundflug zum Hoover-Staudamm und durch den Grand Canyon zu buchen, aber das war uns dann doch vieeel zu teuer. Das Alternativprogramm war dagegen nicht weniger interessant – also sind wir in Las Vegas zu einem Waffenladen gefahren, bei dem man einmal selbst abdrücken kann. Für 50 Dollar darf man hier zwei Munitionsclips mit einer MG, einem Gewehr, einer Schrotflinte oder einer Pistole leer ballern. Diese Gaudi haben haben wir uns selbstverständlich nicht entgehen lassen und mit einer M16 bzw. einer M4 Bin Laden auf Papier abgeknallt. Man merkt halt wenn man am Computer regelmäßig ballert – bei 50 Schüssen haben nur vier nicht getroffen; der Rest ging ins Schwarze! Die Videos dazu werde ich noch online stellen…

Nach dem Besuch im Gun-Shop stand noch eine 30 Minuten lange Fahrt zum Hoover-Staudamm an. Dort angekommen habe ich dann auch meinen persönlichen Temperaturrekord erlebt: umgerechnet 42 Grad Celcius im Schatten! Dementsprechend kurz fiel dann auch der Rundgang auf dem Staudamm aus, da man dort einfach nur verbrutzelt. Glücklicherweise wurde die auf den Bildern sichtbare Brücke noch nicht eröffnet – wäre das der Fall gewesen hätte man nicht mehr über den Damm fahren können um diesen anzuschauen. Die Amerikaner haben zu viel Angst wegen Anschlägen auf den Damm. Kann man aber auch verstehen – es wäre eine riesige Katastrophe würde der Damm brechen!

Auf dem Heimweg sind wir nicht gleich zurück zum Highway gefahren, sondern haben noch die Gelegenheit genutzt die Schönheit der Landschaft zu bestaunen. Der Sonnenuntergang in der Wüste bei unglaublich langen und geraden Strassen durch das Nirgendwo war grandios. Da kann man 15 Minuten fahren und es kommt kein Auto entgegen oder folgt einem – faszinierend aber auch unheimlich. Hier die Route in voller Länge.

Eigentlich könnte ich hier noch einige Absätze mehr schreiben, aber alles darf man ja auch nicht verraten und für Deutschland muss ich mir ja auch noch etwas zum Erzählen aufheben 🙂 PS: der ganze Spaß hat ca. 600 Dollar gekostet und wir haben drei Bundesstaaten bereist (Californie, Nevada, Arizona)

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Las Vegas wir kommen!

Heute habe ich mich das erste Mal mit dem mysteriösen Thema bügeln beschäftigt. Habe es gerade noch so gebacken bekommen, aber das Ergebnis kann sich gerade so noch sehen lassen. Der Anlass dazu ist, dass ich heute noch meinen Rucksack für Las Vegas packen muss, denn morgen fahren wir dort hin 🙂 D.h. ich werde über das Wochenende nicht erreichbar sein um den Film Hangover einmal nachspielen zu können. Mal sehen was das gibt – die Leute in der Firma meinen unter $1500 hat man dort keinen Spaß. Ich hoffe ja nur dass die damit nicht recht haben werden…

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